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Wird Gebärmutterhalskrebs immer durch einen Virus verursacht?

Ja, Gebärmutterhalskrebs wird immer durch HPV-Viren verursacht, allerdings nicht von einem bestimmten Gebärmutterhals-Virus. Es gibt weit mehr als 240 HPV Arten unterschiedlicher Dignität (Aggressivität). Davon sind allerdings nur 10-12 Typen für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs maßgeblich.

Bis zu welchem Alter kann gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft werden?

Das Lebensalter der Frau ist für die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs nicht entscheidend. Vielmehr kommt es darauf an, dass die Gebärmutterhalskrebsimpfung vor dem ersten Sex indiziert wird.

Wie sicher ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs?

Wir gehen von einer Sicherheit zytologisch Impfschutzes von ca. 70 % aus. Das bedeutet insbesondere, die Gebärmutterhalskrebsimpfung ersetzt nicht die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung.

Mit welchen Nebenwirkungen ist bei der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs zu rechnen?

Es sind keine Nebenwirkungen der Gebärmutterhalskrebs Impfung bekannt.

Wie häufig sollten Frauen zur Vorsorge gehen?

Frauen sollten (nach dem ersten Sex) jährlich zur Vorsorgeuntersuchung gehen.

Was wird bei einer Vorsorgeuntersuchung gemacht?

Neben den üblichen gynäkologischen Untersuchungen, wird bei der Vorsorgeuntersuchung gegen Gebärmutterhalskrebs ein PAP-Test gemacht. D.h., es erfolgt eine Gewebeentnahme. Das Gewebe wird zytologisch untersucht. Nur bei einem auffälligen Befund erfolgen weitere Untersuchungen. Umstritten ist der so genannte HPV-Test zur Prävention. Gerade bei den jungen Frauen gibt es einen hohen Infektionsgrad, sodass der Test häufig positiv ausfällt. Dies bedeutet aber allein noch keine Gefährdung.

Ist eine Vorsorgeuntersuchung schmerzhaft?

Nein, die Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge-Untersuchung ist nicht schmerzhaft.

Ist eine Ansteckung mit Gebärmutterhalskrebs möglich? Ist der Virus von Gebärmutterhalskrebs vielleicht ansteckend?

Ja, eine Gebärmutterhalskrebs-Ansteckung ist möglich und zwar beim Sex. Männer können am Gebärmutterhalskrebs natürlich nicht erkranken, sind aber Übertrager der ursächlichen HPV-Viren. Im geschlechtsreifen Alter sind HPV Infektionen sehr häufig. Die Durchseuchung bei den jungen Frauen mit Sexualleben liegt bei 70-80%. Meistens wird das Immunsystem mit dem Infekt „fertig“. Das Einzige, was zuverlässig vor einer Infektion beim Sex schützt, ist die Verhütung mit Kondomen.

Die Infektion mit den HPV-Viren allein ist aber auch keine „Katastrophe“, wenn die Frau regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen geht. Meistens wird das Immun-System der Frau mit den HPV-Viren fertig. Und Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, die Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden, können gut behandelt werden.

Wie wird Gebärmutterhalskrebs behandelt?

Die Behandlung von Gebärmutterhalskrebskrebs ist abhängig vom Stadium der Krankheit. Bei kleineren Zellveränderungen erfolgt ein kleinerer Eingriff (Konisation), bei weiter fortgeschrittenen Krankheitsbildern erfolgt eine klassische Krebstherapie, abgestimmt auf den zytologischen Typus der Viren, die den Gebärmutterhalskrebs verursacht haben. Die genaue Planung ist vom Einzelfall abhängig und kann nicht Bestandteil dieser FAQ-Liste sein. Grundsätzlich wird Gebärmutterhalskrebs operativ behandelt, oft auch durch Bestrahlung.

In welchem Alter ist eine Erkrankung mit Gebärmutterhalskrebs am häufigsten?

Die Erkrankung durch Gebärmutterhalskrebs ist erst bei Frauen über 30 wahrscheinlich. Es gibt aber zwischen dem 20. und dem 30. Lebensjahr oft schon Erkrankungen im Rahmen der Vorstufen. Wenn diese rechtzeitig entdeckt werden, ist eine Heilung fast immer möglich. Wichtig ist zu wissen, dass der Zeitraum von der Infektion zum Ausbruch des Gebärmutterhalskrebses meist 10-12 Jahre beträgt. Der Krankheitsverlauf von Gebärmutterhalskrebs ist also sehr langsam. Entsprechend verhindert eine regelmäßige Vorsorge fast immer den Ausbruch der Krankheit.

Nützen Vorsorgeuntersuchungen wirklich etwas?

Ja, auf jeden Fall. In Deutschland werden jährlich 35.000 Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs gefunden. Es gibt pro Jahr nur 5600 Krebsfälle. Der Vergleich dieser Zahlen führt vor Augen, dass durch die Vorsorge die Häufigkeit der Krebserkrankung deutlich gesenkt wird. Erfahrungsgemäß haben nahezu alle der letztendlich an Krebs erkrankten Frauen die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen vernachlässigt.

Gibt es Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs?

Die Ansteckung mit Gebärmutterhalskrebs erfolgt beim Geschlechtsverkehr. Hauptrisikofaktor ist demnach ungeschützter Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern. Die Infektion mit HPV Viren führt aber nicht notwendiger Weise zu Erkrankung. Wichtig ist daher auch ein intaktes Immunsystem, Faktoren, die das Immunsystem schwächen, wie zum Beispiel der regelmäßige Nikotinkonsum erhöhen das Risiko.

Sind Verhütungsmethoden oder genetische Veranlagungen schuld an Gebärmutterhalskrebs?

Nein, Verhütungsmethoden sind nicht ursächlich für Gebärmutterhalskrebs. Im Gegenteil die mangelnde Verhütung (ungeschützter Geschlechtsverkehr) ist ursächlich für die Ansteckung. Genetische Veranlagung ist dafür nicht maßgeblich. Gebärmutterhalskrebs wird nicht vererbt.

Warum verursacht ein Zervixkarzinom im Frühstadium keine Symptome?

Es handelt sich um eine oberflächliche Form des Krebses. Daher sind im Frühstadium für die Frau keine Symptome zu erkennen, insbesondere keine Blutung oder Ähnliches. Daher ist die Vorsorgeuntersuchung durch einen Zytologen so wichtig! Die Frau erkennt die Erkrankung von alleine erst, wenn es oft bereits zu spät für eine effektive Behandlung ist.

Wie hoch ist die Überlebenschance mit Gebärmutterhalskrebs?

Im Frühstadium der Erkrankung mit Gebärmutterhalskrebs ist die Überlebensrate nahezu 100 %. Hat sich ein Zervixkarzinom aber erst einmal weiter ausgebildet, handelt es sich um eine gefährliche Krankheit. Die Überlebenschance ist dann abhängig von vielerlei Faktoren, kann also auf keinen Fall pauschal angegeben werden. Neben den Zeitpunkt der Entdeckung des Zervixkarzinoms sind auch das Lebensalter, der Typ der ursächlichen HPV-Viren sowie das Immunsystem der Erkrankten maßgeblich für die Heilungschancen.

Welche Untersuchungen sind nötig, wenn ein Zervixkarzinom festgestellt wurde?

Wenn ein Zervixkarzinom durch einen PAP-Test (im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung) festgestellt wurde, sind zunächst der genaue Typ und die genaue Lage zu spezifizieren. Es wird ein Abstrich am erkrankten Gewebe vorgenommen, mit dem ein zytologisches Institut einen HPV-Test durchführt. Dadurch lässt sich der Typ der HPV-Viren identifizieren, zumindest wenn auch weiterhin eine Infektion vorliegt. Als weitere diagnostische Verfahren kommt meist eine Computertomographie oder Magnetfeld-Resonanz-Tomographie (MRT) zum Einsatz. Es können Ultraschalluntersuchungen sowie zusätzliche histologische Untersuchungen hinzugezogen werden.

Sofern ein „Abwarten“ nicht mehr möglich ist, erfolgt im Anschluss sofort eine klassische Krebstherapie. Das Zervixkarzinom wird nach Möglichkeit zusammen mit dem Gewebeumfeld der Gebärmutter entfernt. Häufig erfolgt zusätzlich eine Strahlentherapie.

Wird bei Gebärmutterhalskrebs immer die Gebärmutter entfernt?

Ja.

Wie ist der Verlauf eines Zervixkarzinoms?

Hierzu lassen sich keine pauschalen Aussagen treffen. Wenn Sie erkrankt sind, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt über Ihr konkretes Krankheitsbild sprechen und ihn mit allen Fragen, die Sie haben, konfrontieren.

Muss trotz Impfung gegen den HPV-Virus zur Vorsorge gegangen werden?

Ja, die Impfung gegen das Virus schützt nur in 70 % der Fälle. Eine zusätzliche Absicherung durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ist notwendig.

Was ist der ICD-10-Diagnoseschlüssel?

Das ist lediglich ein für die Krankenkasse relevanter Abrechnungsschlüssel.

Wann ist eine Kolposkopie notwendig und was ist dies genau?

Dabei handelt es sich um eine Lupenbetrachtung des Gebärmutterhalses, dort wo der Abstrich erfolgt. Diese ist notwendig, wenn kritische Zellveränderungen vorliegen (positiver PAP-Test).

Ist ein HPV-Test 100% sicher?

Die herkömmlichen Labortests weisen knapp 30 HPV-Typen nach. Daher können HPV-Infektionen mit den anderen Typen nicht identifiziert werden, der Test fällt also negativ aus.

Wie kann bei auffälligem PAP-Test und negativem HPV-Testabgeklärt werden, ob nicht doch ein HPV-Infekt vorliegt?

Durch den Bio-Marker- Test p16/ Ki67 wird das generelle Vorliegen eines HPV-Infektes nachgewiesen.

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